Ausbildungskonzept

An der Zentralschule Harrislee werden seit langem Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) in zahlreichen Fächern ausgebildet.
Als rechtliche Basis gelten dafür die Vorgaben

  • das Schulgesetz des Landes Schleswig Holstein,
  • die aktuelle Ordnung des Vorbereitungsdienst APO Lehrkräfte II,
  • das Schulprogramm,
  • die Schulkonferenzbeschlüsse.
Das vorliegende Ausbildungskonzept konkretisiert Aufgabenfelder, organisatorische Maßnahmen und Leitgedanken und ist als Leitfaden für die Ausbildungspraxis zu betrachten. Das Konzept ist eine verbindliche Grundlage für alle an Ausbildung Beteiligten dieser Schule.

Leitgedanken

Evaluation

In regelmäßigen Abständen wird das Ausbildungskonzept im Hinblick auf die Wirksamkeit bzw. Aktualität überprüft.

Teamfähigkeit

Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst
Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, die innerhalb eines Zeitraumes gemeinsam ihre Ausbildung an der Zentralschule durchlaufen, verpflichten sich zur Kooperation und gegenseitigen Unterstützung. Insbesondere im Netzwerk praktizieren sie einen konstruktiven und fairen Umgang bei der Besprechung von Unterrichtsstunden.

Ausbildungslehrkräfte
Die Ausbildungslehrkräfte pflegen einen unregelmäßigen Austausch über Erfahrungen in ihrer Funktion und unterstützen sich ggf. mit Rat und Tat.

Kollegium
Das Kollegium betrachtet die Ausbildung junger Lehrkräfte als Bereicherung und als gewinnbringende Tradition der Zentralschule. Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst gehören den schulinternen Arbeitsgruppen an, z.B. den Fachteams und den Jahrgangsteams, und bringen sich in den Sitzungen aktiv ein.
Zu Beginn der Ausbildung suchen die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die Fachleiterinnen und Fachleiter ihrer Fächer auf und stellen sich vor. Die Fachleiterinnen und Fachleiter informieren auf Anfrage über fachspezifische Inhalte.

Transparenz

Strukturen, Informationen, Materialien
Um Abläufe und Strukturen möglichst schnell kennenzulernen, erhält die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst zu Beginn ihrer Ausbildung

  • die Informationsmappe,
  • einen Rundgang,
  • eine Begrüßungsrunde.
Das Lehrerlaufwerk informiert u.a. über
  • das Ausbildungskonzept und
  • die Partitur.
Kommunikation
Die Orientierungsgespräche
  • finden zu Beginn der Ausbildung bzw. nach sechs Monaten statt,
  • werden unter Beteiligung der LiV und der beiden ALK durchgeführt,
  • verlaufen im Wesentlichen an den Leitfragen orientiert ab (s. Anhang),
  • werden protokolliert. Die Protokolle werden kopiert und verbleiben in den Händen der LK und AL.
Während der Ausbildungszeit sollten in regelmäßigen Abständen die Ausbildungsstandards zurate gezogen werden, um die Stärken der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst herauszustellen und ggf. Defizite frühzeitig zu identifizieren.

Ausbildungslehrkraft & LiV

Beratung

durch die Ausbildungslehrkraft
In allen schulisch relevanten Aufgabenfeldern findet die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst Unterstützung durch die von der Schulleitung zugeteilten Ausbildungslehrkräfte. Im Rahmen ihrer pädagogischen, fachlichen und kommunikativen Kompetenz verpflichten sich die Ausbildungslehrkräfte, der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Die Beratung bezieht sich generell auf

  • die Rollenklärung
  • die unterrichtliche Planung
  • die Analyse von Unterrichts- und Lernprozessen
  • die Selbstreflexion
  • Erziehungsfragen
  • den Umgang mit Eltern
Die Beratung findet wöchentlich im Rahmen der Beratungsstunde statt, die für alle Beteiligten in den persönlichen Stundenplänen am Vormittag verankert sind.
Das Beratungsgespräch sollte unter vier Augen stattfinden. Eine Protokollierung der Beratungsergebnisse kann die Nachhaltigkeit von Absprachen und gesteckten Zielen stärken.

durch das Netzwerk
Die Beratungsbesuche finden nach Absprachen mit den Studienleiter/innen des IQSH statt. Informationen dazu werden im Rahmen der Einführungstage durch das IQSH geliefert.
Bei der Planung eines Beratungs- oder eines Modulbesuches sind folgende Maßnahmen frühestmöglich zu treffen:
  • Information an die AL
  • Information an die SL (Einladung)
  • Information an die Konrektorin (Vertretungsplan)
  • Information an die Klassenlehrkraft der betroffenen Klasse
  • Information an weitere u.U. betroffene Lehrkräfte
  • ausreichende Bestuhlung des Klassenraumes
  • Reservierung eines Besprechungsraumes (u.U. Nachricht im Mitteilungsbuch bzw. Absprache mit den Sekretärinnen im Schulbüro)

Hospitation

Einmal wöchentlich hospitiert die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst in jedem Fach im Unterricht der Ausbildungslehrkräfte.
Die Ausbildungslehrkraft kann …

  • die LiV in den Unterricht einbinden,
  • der LiV einen Beobachtungsauftrag geben,
Für andere Hospitationen ist die Schulleitung offen.

Unterricht unter Anleitung

Zeitmanagement

Stoffverteilung

Die Zentralschule Harrislee schafft organisatorische und räumliche Rahmenbedingungen, die der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst zu einer erfolgreichen Gestaltung des Vorbereitungsdienstes verhelfen sollen. Damit verbunden steht die Schule Neuerungen offen gegenüber. Bestenfalls entstehen, zum Beispiel im Rahmen von Hausarbeiten, Innovationen, die über die Ausbildungszeit hinaus von bleibendem Wert für Kollegium, Schüler- und Elternschaft sind.
Bereits vorhandene Beispiele dafür sind:

  • die Mediothek
  • die Denkbar in der Mediothek
  • das Hörkino
  • Sportfeste
  • Kursgestaltungen

Stressbewältigung

Die Zentralschule Harrislee bemüht sich, jeder Lehrkraft im Vorbereitungsdienst einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Dieser umfasst einen Schreibtisch mit PC in der Lehrerstation im Nebenraum des Lehrerzimmers.

Unterrichtsvorbereitung

Im Allgemeinen Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst trägt die Verantwortung für den von ihr gestalteten Unterricht und verpflichtet sich zur gewissenhaften langfristigen Planung ihrer Unterrichtseinheiten unter der Berücksichtigung der Fachanforderungen, der Bildungsstandards und des schulinternen Fachcurriculums.

Für schulinterne Unterrichtsbesuche
Wenn eine umfassende Beratung durch die Ausbildungslehrkraft im Hinblick auf die zu zeigende Unterrichtsstunde erwartet wird, ist die schriftliche Unterrichtsvorbereitung eine Woche vor dem Besuch abzugeben.
Für die wöchentlichen Hospitationsstunden schreibt die LiV eine Verlaufsskizze, die nach Absprache der Ausbildungslehrkraft abzugeben ist. Sie ist Grundlage der Unterrichtsbeobachtung und wird sowohl zur Reflexion als auch zur Besprechung der gezeigten Unterrichtsstunde zurate gezogen.
Die in der Hospitationsstunde genutzten Arbeitsbögen sind mit der Verlaufsskizze abzugeben.
Die Unterrichtsvorbereitung für die Netzwerkstunden enthält die folgenden Unterlagen.

  • ein Deckblatt
  • eine Verlaufsskizze
  • einen kommentierten Sitzplan
  • Unterrichtsmaterialien, ggf. Tafelbild, Arbeitsbögen, Lösungsbögen, Erwartungshorizont usw.
  • Quellenangaben

Schulleitung & LiV

Dienstliche Beurteilung

Entsprechend §14 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO Lehrkräfte II) erstellt der Schulleiter eine dienstliche Beurteilung über die Eignung und Leistung der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst in Unterricht und Schule sowie über deren Wahrnehmung der dienstlichen Aufgaben. Wie in der Verordnung gefordert, sind die Ausbildungsstandards die Kriterien für die Beurteilung. Hierfür holt der Schulleiter eine Rückmeldung über die Ausbildungslehrkräfte ein. Zusätzlich können die Ausbildungslehrkräfte einen Notenvorschlag abgeben. Die entsprechenden Auskünfte an den Schulleiter werden zuvor der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst von den Ausbildungslehrkräften eröffnet. Der Erhalt der Informationen wird von der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst mit einer Unterschrift bestätigt. Zudem können die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst eine Auflistung ihrer zusätzlichen Aktivitäten (neben Unterricht und Konferenzen) beim Schulleiter im Vorfeld einreichen. Bei der Notenfestlegung spricht sich der Schulleiter in der Regel auch mit der stellvertretenden Schulleiterin ab.

Netzwerk

Entsprechend dem ausdrücklichen Wunsch des IQSHs findet an der Zentralschule Harrislee ein Netzwerk für alle Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst statt. Die Leitung des Netzwerkes liegt beim Schulleiter und seiner Stellvertreterin. Im allgemeinen Stundenplan wird für das Netzwerk eine Doppelstunde festgelegt, sodass das Netzwerk wöchentlich tagen kann. Das Netzwerk umfasst drei mögliche Arbeitsfelder:

  1. Unterrichtsbesuch mit anschließender Reflexion
    In den ersten vier Ausbildungsquartalen zeigt jede Lehrkraft im Vorbereitungsdienst allen anderen LiVs, der Schulleitung und der jeweils betroffenen Ausbildungslehrkraft eine Unterrichtsstunde. Bei den vier Besuchen sollen beide Fächer gleichermaßen und unterschiedliche Jahrgangsstufen präsentiert werden. Für die Unterrichtsvorbereitungen gelten die gleichen Bedingungen, wie bei anderen schulinternen Unterrichtsbesuchen (Deckblatt mit Unterrichtseinheit und zu fördernden Kompetenzen, Verlaufsskizze, kommentierter Sitzplan und als Anlage alle ausgeteilten Arbeitsbögen sowie mögliche Tafelbilder und Präsentationen). Die unterrichtende Lehrkraft im Vorbereitungsdienst sorgt für eine ausreichende Bestuhlung für den Unterrichtsbesuch. Im Vorfeld der Unterrichtsstunde kann die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst gewünschte Beobachtungsaufträge verteilen. Im Anschluss an die Unterrichtsstunde findet die Reflexion mit der gesamten Gruppe statt. Bei der Reflexion führt eine Lehrkraft im Vorbereitungsdienst ein Protokoll, das der unterrichtenden LiV anschließend ausgehändigt wird.
  2. Probedurchlauf PFDS
    Im fünften Ausbildungsquartal (nach der dienstlichen Beurteilung) kann die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst wählen, ob sie eine weitere Stunde zeigen möchte oder eine Präsentation mit Probeprüfungsgespräch im Sinne einer PDFS-Aufgabe durchführt.
  3. Pädagogisches Modul
    Sollten Termine offen sein, besteht die Möglichkeit, zu verschiedenen pädagogischen Themen Module durchzuführen. Hierfür ist auch das Einbinden externer Kräfte möglich.
Am Anfang eines Schulhalbjahres wird der jeweilige Terminplan abgesprochen.

Prüfung

Die Zweite Staatsprüfung verläuft entsprechend Abschnitt III der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO Lehrkräfte II). Im Vorfeld zum Prüfungstag führt der Schulleiter mit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst noch ein Gespräch, bei dem vor allem der Tagesablauf und die Teilnahme von Ausbildungslehrkräften und anderen Lehrkräften im Vorbereitungsdienst im Mittelpunkt stehen.
Für das Frühstück am Prüfungstag übernehmen jeweils zwei Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die Verantwortung. Die Herrichtung des Prüfungsraumes obliegt den Ausbildungslehrkräften.

Unterrichtsbesuche

Neben den Unterrichtsbesuchen im Netzwerk wird der Schulleiter zu allen Beratungsbesuchen von Studienleitern des IQSH von den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst frühzeitig eingeladen. Insbesondere beim Auftreten von Problemen sind im Einzelfall auch zusätzliche Besuche durch den Schulleiter möglich.

Unterstützung

Wie für die anderen Lehrkräfte der Zentralschule Harrislee wird auch angestrebt, den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Die Schulleitung steht als Ansprechpartner für mögliche Projekte und Probleme zur Verfügung. Zuvor sollte eine Beratung mit den Ausbildungslehrkräften stattfinden.

Teilnahme am Schulleben

Mitgestaltung / Innovationen

Die Zentralschule Harrislee schafft organisatorische und räumliche Rahmenbedingungen, die der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst zu einer erfolgreichen Gestaltung des Vorbereitungsdienstes verhelfen sollen. Damit verbunden steht die Schule Neuerungen offen gegenüber. Bestenfalls entstehen, zum Beispiel im Rahmen von Hausarbeiten, Innovationen, die über die Ausbildungszeit hinaus von bleibendem Wert für Kollegium, Schüler- und Elternschaft sind.
Bereits vorhandene Beispiele dafür sind:

  • die Mediothek
  • die Denkbar in der Mediothek
  • das Hörkino
  • Sportfeste
  • Kursgestaltungen

LiV-Station

Die Zentralschule Harrislee bemüht sich, jeder Lehrkraft im Vorbereitungsdienst einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Dieser umfasst einen Schreibtisch mit PC in der Lehrerstation im Nebenraum des Lehrerzimmers.

Mediothek

An der Zentralschule existiert eine Schülerbibliothek, die in den 20-Minuten-Pausen und nachmittags für die Schülerschaft geöffnet ist. Die so genannte Mediothek verfügt über eine vielfältige Auswahl von Kinder- und Jugendbüchern, die von den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst zu verwalten sind. Darüber hinaus befinden sich drei Computer in der Mediothek, die den Schülerinnen und Schülern während der Öffnungszeiten zur Verfügung stehen.
Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst erstellen einen Dienstplan, der darüber Auskunft gibt, wann welche Lehrkraft für die Mediothek zuständig ist. Je ein Exemplar wird zu Beginn des Schuljahres bzw. Halbjahres im Schulbüro und bei der Konrektorin abgegeben.
Die Anzahl der Dienststunden ist abhängig von der Anzahl der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst.
Im Einzelnen tragen die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für folgende Aufgaben die Verantwortung:

  • das Einhalten von Absprachen
  • das Öffnen und Schließen der Mediothek
  • die Anwesenheit während der Öffnungszeiten
  • das Ausleihen und Annehmen der Bücher
  • die Hilfe bei der Kennzeichnung und Registrierung der Bücher
  • die Aufsicht über die Schülerinnen und Schüler, die sich an die Regeln in der Mediothek zu halten haben.